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Wenn der Bundestag den Frieden verachtet, muss die Empörung sich Bahn brechen!
06.08.2014 20:58

Anlässlich der Bundestagsrede von Sarah Wagenknecht, die von der Masse der Bundestagsmitglieder mit Nicht- oder Verachtung gestraft wurde und die doch nichts anderes war, als ein achtsamer, sachlicher und ruhiger Friedensappell, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und postete auf Facebook folgenden Text:

Wahre Worte spricht sie da, aber nur zwei oder drei Leute applaudieren, während eine diffuse Menge weiterer Abgeordneter lediglich ein abfälliges Raunen oder gar verhaltenen Protest äußert... Was sind das nur für rückgratlose Politbankrotteure im Bundestag?

Wie kann es sein, dass unser Bundestag schon wieder mit einer so breiten Front von Eskalateuren besetzt ist? Der letzte Kriegsveteran aus Hitlerdeutschland ist noch nicht unter der Erde, da fühlen sich diese gemeingefährlichen Volksverräter schon wieder waffenstark? Diese Negativauslese der Gesellschaft? Diese selbstsüchtigen Pseudoakademiker mit Hang zum Promotionsbetrug?

Wo sind in den Parlamentsbänken noch glaubwürdige Garanten für Recht und Anstand zu finden? Wo sitzen die Politiker, die als Beispiel für verantwortungsbewusstes Staatshandeln genannt werden könnten? Sind wirklich nur noch verfassungszersetzende Wichtigtuer und Machtschranzen in dem Haus zu finden, dessen Portal behauptet, dem deutschen Volke gewidmet zu sein?

Ich SCHÄME mich angesichts unserer deutschen und europäischen Ostpolitik: Wir haben schon wieder Blut an unseren Händen und es wabert schon wieder stickige Kriegshetze unter der Reichstagskuppel, die an Brände längst vergangener Zeiten erinnert...

Und dennoch wären laut Umfragen die Wahlergebnisse heute kaum anders als zur letzten Bundestagswahl. Dieses Resultat schuldet seinen Dank einer Presse, die gänzlich ohne eine Figur wie Goebbels zurechtkommt und der Bevölkerung aus eigenständigem Antrieb erklärt - und dies, noch während die Trümmerteile und Leichen brennend zur Erde stürzen - Putin habe die Passagiermaschine MH17 vom Himmel geschossen. Verurteilung ohne Beweise: Eine Hetzerei, die Hitler seiner Tage mit dem Kriegsverdienstkreuz belohnt hätte - wegen besonderer Verdienste an der Heimatfront!

Und was all die geheuchelten oder gar gelangweilten Gedenkreden zum 100. Jahrestag des 1. Weltkrieges angeht, so sind diese bedeutungslos, weil die geistlosen Redner dem Geist des Gedenkens keinen Zugang in die Gegenwart verschaffen. Diese Heuchlerbande sollte Volksvertretern Platz machen, die mit aufrichtiger Leidenschaft für Menschen, Recht und internationaler Verständigung ans Werk gehen und deren wehrhafte Abneigung denjenigen Staaten gilt, die nicht das internationale Gemeinwohl im Auge haben, sondern nur intrigante und mörderische Bereicherung kennen!

Europa hätte die Chance gehabt, ein Gegenmodell zur üblichen Gewaltpolitik auf der Erde aufzubauen, es hätte glaubwürdig mit denjenigen Ländern in Austausch treten können, die bislang nur Gewalt und Unterdrückung von innen und außen kannten. Europa hätte sich als echten Kontinent begreifen können und die Chance gehabt, die gemeinsame Geschichte mit Russland zu würdigen und das gemeinsame Kennenlernen zu vertiefen. Europa hätte sich zu einem Beispiel vertrauensvoller Völkerverständigung emporschwingen können - aber stattdessen reißt es wie im Wahn die Gräben auf und taumelt wie von Sinnen in eine kontinentale Krise, die am Ende nur derjenigen Nation auf Erden nutzt, die am meisten durch ein starkes, gerechtes und international friedlich vernetztes Europa gelitten hätte.

Bitter ist die Erkenntnis, dass die Geschichte immer wieder von schwachsinnigen und eigennützigen Gewaltmenschen geschrieben wird!

 

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