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Merkel exportiert Hartz IV in völkerrechtlichen Dimensionen
09.07.2015 20:43

In einem Mitschnitt aus der Bundespressekonferenz fragt sich Thilo Jung (Jung & Naiv), was die Bundeskanzlerin unter "Solidarität" mit den Griechen versteht. Die Pressesprecherin antwortet, es sei eine in Konditionalität eingebettete Solidarität. Zu Deutsch: Hartz IV-Manier.

Merkel macht mit Griechenland & Co. dasselbe, was die Arbeitsagentur via Hartz IV mit Arbeitslosen in Deutschlandm macht: Die Regierung weiß, dass es rund 2 Millionen mehr Arbeitslose gibt, als der Arbeitmarkt offene Stellen anbietet, also verwaltet sie die 2 Millionen unbrauchbaren Menschen so kostengünstig wie möglich.

Dasselbe macht die Regierung Merkel bei Griechenland via EU: Merkel weiß, dass Griechenland angesichts der deutschen Wirtschaftsdominanz nichts zu bieten hat, also verteilt sie ein wenig Geld und pfändet dem griechischen Staat alles verwertbare unter dem Gesäß weg und lässt die Privatwirtschaft wie Heuschrecken alles zu einem Spottpreis erwerben - selbst griechische Inseln.

Das lässt sich auf den altbekannten Hartz IV-Slogan herunterbrechen:

"Fördern und fordern".

Merkel exportiert Hartz IV in völkerrechtlichen Dimensionen.

Wenn Tsipras wirklich das beste für seine Bürger im Sinn hat, dann sollte er aus dem Euro austreten, sich dadurch von Merkels asozialer Kälte emanzipieren und sein Land als EU-Mitglied ohne Euro sanieren.

 

 

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